Projekt «Stärkung Campus Oerlikon»: Um- und Ausbauprogramm mit Hochdruck unterwegs
Neben den Standorten Zentrum und Irchel der Universität Zürich führte der Campus Oerlikon bislang eher ein Schattendasein. Das wird sich ändern. Die hier angesiedelten Institute der Philosophischen Fakultät, Schwerpunkt Sozialwissenschaften, sowie die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, Schwerpunkt Informatik, verzeichnen seit geraumer Zeit einen enormen Zuwachs an Studierenden. Auch bei weiteren Nutzenden wie dem Institut für Rechtsmedizin-Verkehrsmedizin nimmt der Raumbedarf zu. Mit dem Projekt «Stärkung Campus Oerlikon» trägt die Direktion Immobilien und Betrieb dieser Entwicklung Rechnung.
Kapazitätssteigerung durch räumliche Verdichtung
Im Fokus steht räumliche Verdichtung. Diese wird eine engere Beziehung zwischen den Liegenschaften herstellen und den Campus im dicht bebauten Umfeld als möglichst homogenes Ganzes erlebbar machen. Dabei spielt auch die Gestaltung der Aussenräume als verbindende Strukturen eine wichtige Rolle: Das Campusareal wird nicht nur von den rund 5’600 Mitarbeitenden und Studierenden frequentiert, sondern auch von zahlreichen auswärtigen Personen wie Probanden für psychologische Tests und Sprachlabore oder Kunden für Verkehrstests im Umfeld der Verkehrsmedizin.
Grosse Nachfrage nach Büro-, Studiums- und Serviceflächen
Mit der räumlichen Verdichtung des Campus geht gleichzeitig eine spürbare Erweiterung des Raumangebots einher. Generell besteht ein grosser Bedarf an Büroflächen und experimentellen Räumen – insbesondere für die Verhaltensforschung – sowie an Lehr-, Lern- und Serviceflächen. Das Institut für Rechtsmedizin benötigt für verkehrsmedizinische Untersuchungen weitere Labore.
Die Stärkung und Aufwertung machen den Campus Oerlikon zu einem wichtigen Baustein im Bildungscluster UZH, ETH, Fachhochschule. Damit fügt sich dieser Forschungs- und Bildungsstandort perfekt in die raumplanerische Entwicklungsstrategie der Stadt Zürich ein.
Der Stand der Dinge per Ende 2025:
Liegenschaft Binzmühlestrasse 11/13 (BIM):
Die Bauarbeiten am neu angemieteten Gebäude laufen auf Hochtouren. Der Rückbau im Innern wurde in den letzten Monaten abgeschlossen. Der Umbau des Erdgeschosses und der ehemaligen Tiefgarage für die neuen Nutzungen ist weitgehend vollzogen. In den oberen Geschossen wurden neue Wände und technische Installationen eingebaut. Auch der Ausbau der Bibliothek im ersten Obergeschoss und der Gastronomie im Erdgeschoss schreitet zügig voran. Die Chancen stehen gut, dass im Sommer 2026 die Neueröffnung des Gebäudes gefeiert werden kann.
Liegenschaft Binzmühlestrasse 14 (BIN):
In Workshops mit Nutzenden wurden die künftige Belegung und der Bedarf an baulichen Anpassungen festgelegt. Die Abstimmung mit der Vermieterin wird dazu beitragen, eine reibungslose Transformation der Lehr- und Arbeitsumgebungen sicherzustellen.
Liegenschaft Andreasstrasse 15 (AND):
Der Universitätsrat hat beschlossen, die restlichen im Gebäude verfügbaren Flächen anzumieten. Damit wird die Universität Zürich per 2027 zur Alleinmieterin dieser Liegenschaft. In Workshops mit Nutzenden wurde entschieden, im Erdgeschoss zwei Hörsäle mittlerer Grösse einzubauen. Die Realisation des Projekts ist für 2027/2028 vorgesehen.
Der Planungsstart für die Umnutzung der Liegenschaften Binzmühlestrasse 14 (BIN) und Andreasstrasse 15 (AND) ist erfolgt. Die Bauarbeiten können beginnen, sobald die Liegenschaft Binzmühlestrasse 11/13 (BIM) betriebsbereit ist.
Wie geplant werden die aktuellen Nutzenden der Liegenschaft Affolternstrasse 56 (AFL) spätestens 2029 in die Liegenschaften Binzmühlestrasse 14 (BIN) und Andreasstrasse 15 (AND) umziehen.