Die Fassade des FORUM UZH: ein eigenständiges Gesicht mit funktionalem Profil
Die Fassade prägt als ästhetisches Gefüge die Optik eines Gebäudes und verleiht ihm als identitätsstiftendes Element seinen spezifischen Charakter. Auf der anderen Seite sind moderne, intelligente Fassaden komplexe Systeme, die zahlreiche Funktionen ausüben: Von der Statik und dem Brandschutz über die Wärmedämmung und die Belüftung bis hin zur Steuerung des Tageslichts und der Erzeugung eines angenehmen und gesunden Raumklimas.
Die «Brise-Soleil» als funktionale Gestaltungselemente
Bei der Fassade des FORUM UZH definiert sich das Erscheinungsbild über die Funktionalität, ganz nach dem Prinzip «form follows function». Um aufzuzeigen, wie sich die Gebäudehülle des neuen Bildungs- und Forschungszentrums der Universität Zürich präsentieren wird, hat die Direktion Immobilien und Betrieb das Modell eines Fassadenausschnitts im Massstab eins zu eins anfertigen lassen und es im Garten des Kollegiengebäudes der Universität aufgestellt. Augenfällig sind die «Brise-Soleil» genannten, fest installierten Sonnenschutzelemente. Diese verleihen dem Fassadenbild Dreidimensionalität, reduzieren die Wärmeeinstrahlung und lenken das Tageslicht ohne direkte Einstrahlung in die Innenräume. Das Fassadenmodell ist nicht nur ein Blickfang für Passantinnen und Passanten, sondern dient auch als Prüfstand für die geforderten Funktionalitäten.
Freigabe durch das Amt für Städtebau, Zürich
Am 29. August 2025 fand unter der kritischen Beobachtung der Direktorin des Amts für Städtebau, Katrin Gügler, Christine Binswanger, Senior Partnerin, Herzog & de Meuron, und des Direktors Immobilien und Betrieb, François Chapuis, die Abnahme statt. Die erfolgreich durchgeführten Tests machten den Weg frei für die Erteilung der Baubewilligung. Ausserdem vermittelten sie wertvolle Erkenntnisse für die Montage der Fassadenelemente. Der Anlass bot auch Gelegenheit, die Diskussion zu gestalterischen Aspekten fortzuführen, die erst im dreidimensionalen Modell in Originalgrösse klar zum Ausdruck kommen.
Zum Kurzfilm «Realitäts-Check Fassade»