Pilotprojekt Flächenauslastung: Schlussbericht liegt vor
Die Auslastung der räumlichen Infrastruktur der Universität Zürich ist hohen Schwankungen unterworfen. Im Bereich Lehre wechseln sich Spitzenzeiten mit Perioden niedriger Nutzung der Räume ab. Auch bei den Büroflächen schwankt die Belegung stark. Gründe dafür sind die Trends in Richtung Homeoffice und mobile Arbeitsformen sowie die Zunahme von Teilzeitstellen. Für die Universität Zürich ist es aus Kostengründen und im Hinblick auf einen effizienten Universitätsbetrieb zwingend, mit der Ressource Raum haushälterisch umzugehen und Leerstände zu vermeiden. Dies setzt eine fundiert abgestützte Flächenstrategie voraus, die auch zukünftige Wachstumsszenarien sowie erforderliche Rochaden bei Sanierungen im Bestand berücksichtigt.
Verschiedene Messmethoden im Test
Um für die Erhebung der Daten eine geeignete Vorgehensweise zu finden, führte die Direktion Immobilien und Betrieb im zweiten Halbjahr 2024 auf einer Bürofläche von rund 1300m2 im 4. Stock am Verwaltungsstandort Pfingstweidstrasse 60 in Zürich ein Pilotprojekt durch. Dies mit dem Ziel, verschiedene Messmethoden zu testen. Zur Anwendung kamen die Nutzungszeiten des WLAN, Personenzähler, CO2-Sensoren, Bewegungsmelder, Belegungssensoren und die Zutrittsdaten. Eine grundsächliche Anforderung war die Gewährleistung des Datenschutzes durch konsequente Anonymisierung der Erhebung.
Gute Erfahrungen und wertvolle Erkenntnisse
Am 15. Mai 2025 stand der Schlussbericht des Pilotprojekts zur Verfügung. Mit fundierten, praxisbezogenen Erkenntnissen zeichnet das Dokument den Weg für die seriöse Durchführung von Raumbelegungsmessungen und Auslastungsanalysen vor. Es zeigte sich, dass alle getesteten Methoden aussagekräftige Resultate für die Steuerung und zur Unterstützung einer bedarfsgerechten Raumplanung liefern und für unterschiedliche Raumtypen adaptiert werden können.
Weitere Pilotprojekte in Bearbeitung
Bereits hat die Direktion Immobilien und Betrieb die nächste Phase der Raumbelegungsmessungen und Auslastungsanalysen eingeleitet. Diesmal stehen räumliche Strukturen von Lehre und Forschung im Vordergrund. Wiederum sind die Messungen als Pilotprojekte angelegt und beziehen die zentralen Lehr- und Lernflächen, die Laborflächen sowie die dem Lehr- und Forschungsbetrieb zugehörigen Büroflächen mit ein. Sie begannen mit dem Start des Herbstsemesters 2025 und dauern bis zum Ende des Frühlingssemesters 2026. Anfang 2027 sollten die Messkonzepte soweit gediehen sein, dass die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für eine standardmässige Anwendung beschrieben werden können.